Da schau her wie schnell ich wieder poste....
Wollte das hier schon seit Tagen nieder schreiben:
Am ersten Tag an dem ich mich wieder gesund gefuehlt habe, hab ich den Spaziergang zum Delek so derart genossen, dass ich enorme Gluecksgefuehle entwickelt habe, an denen ich euch teilhaben lassen will....war das grad deutsch?
Ich wache auf mit den zarten Klaengen einer Gebetsmuehle, die tgl. zu etwa der selben Zeit erklingt, danach geh ich raus, es riecht nach Raeucherstaebchen und die Marktlaeute bauen schon eifrig ihre Staende auf. Noch sind die Strassen voll von Kuhkake, aber die verschwindet im laufe des Tages. Ich geh vorbei an der Leprakranken Frau die immer mit einer 2l Flasche Sprite am Strassenrand sitzt und mir ein freundliches aber eindringliches NAMASTEEEEE ins Ohr posaund, meint soviel wie, "gib ma do a poar ruppees" Weiter fuehrt mich mein Weg am Lager der Obdachlosen und Kranken vorbei, die noch zu muede sind um mir ihre Haende entgegen zu strecken - wir laecheln uns einfach zu... Heute begleitet mich wieder einer der lieben Strassenhunde, ein mittelgrosser, schwarzer mit buschigen Schwanz der vor Wochen von einem Taxi angefahren wurde und seitdem eine Pletschn (fuer alle Vorarlberger: Rufa ?) auf seinem Kopf hat, ich hab nu ein Keks dabei ueber das er sich schwanzwaedelnd freut. Rein gehts in mein allmorgendliches-Lieblingscafe und dann die Strasse beim Tempel vorbei, wo schon die Tibeter ihre Runden mit den Gebetsmuehlen ziehen, weiter an einem Ashram aus dem sich ueberschlagende Indische Gebets-tuedldue-funky-music gemischt mit Raucherstaebchenduft dringt. Am Eingang kehrt der grauhaarige Hueter des Tempel gerade zusammen, mit den Haaren zu einer vornehmen Guruknoedel gedreht, und einem laaangen weissen Bart... Weiter gehts abwaerts, der Nebel steigt aus dem Tal auf und man kann die umliegenden Reisfelder schemenhaft erkennen. Aus den Strassenloechern blubbert froehlich Wasser heraus und bildet kleine Fluesse die mich begleiten. Ich komme beim RoyalEnfield Workshop vorbei in dem den ganzen Tag lang froehlich gezangelt wird und der so immer Treff aller Kulturen ist- vom haengengebliebenen Westler ueber den Tibetischen Businessman zum indischen Poser ist alles vertraeten. Auf der haelfte meines Weges begegnen mir dann die indischen Arbeiter die teilweise mit Kindern, gehuellt in bunte Saris den langen Weg nach mcleod gehen um dort den ganzen Tag auf Baustellen zu schuften. Ich habe noch nie in meinem Leben Menschen so hart koerperlich arbeiten sehen. Die Lasten die die Frauen auf ihren Koepfen tragen sind schon vom alleine nur hinschauen kaum zu ertragen : Steine, Lehm, Erde...in Koerben auf den Koepfen, den Berg hinauf und hinab, in die Mischmaschine rein etc. Schliesslich erreiche ich das Delek Hospital und werde wie jeden Tag total lieb von den Reinigungsfrauen gegruesst...der Tag kann beginnen, ich bin gluecklich.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
1 Kommentar:
Wahhh !
Das ist es !!! Hast die Stimmung genau getroffen ... Will wieder zurück ...
Kommentar veröffentlichen