Back to Delhi. Kanns kaum glauben, aber das ist mein letzter Tag in Indien. Ich habe mich gegen meine Aengste entschieden und bin doch wieder mitten rein ins Geschehen in den Travellerbezirk von Delhi. Und es ist gar nicht so schlimm muss ich sagen, anscheinend lernt man doch was in den 2 Monaten die ich hier verbracht habe, auch wenn man Delhi nicht mit Nordindien vergleichen kann. Die Tage in Ladakh waren traumhaft schoen. Ich habe einen Ausflug ins Nubratal gemacht, bin dort auf einem Kamel geritten und hab die Wuestenlandschaft mit den kleinen, oasenaehnlichen Doerfern am Fluss genossen, mit Blumen und Blumen und Marillenbaeumen. Leider hat s mich wieder einmal ein bisschen hergeputzt und ich bekam 39grad Fieber und Durchfall, und das mit dem Gedanken am naechsten Tag wieder zurueck ueber die hoechste Strasse der Welt fahren zu muessen und nur 3 Tage spaeter auf nach Delhi zu duesen. Das Glueck und Reisendenleben stellte mir 2 voll liebe Deutsche Frauen zur Seite, eine davon Krankenschwester und eine junge Amerikanerin, die mich abwechselnd mit Trinken und kalten Umschlaegen versorgten. Ich bin ihnen zu allergroesstem Dank verpflichtet. Nichts schafft soviel Erleichterung als sich versorgt zu wissen wenn es einem nicht gut geht. Mein Dank geht auch an Paracetamol und zur Rettung der Wuerde an Loperamid, ohne denen ich wohl diese Reise zurueck nach Leh nicht ohne groessere Katastrophen ueberstanden haette. An meinem letzten Tag bin ich dann noch zu einer Puja gegangen in einem total schoen an den Berg gebauten Kloster. Ladakhs Haeuser haben mich echt begeistert. Die sind sooo wunderschoen, mit Blumen und Holz...und dazu noch echt liebe Leute. Am Donnerstag 3:15 heissts dann aufstehen und ich fahre zum Busbahnhof, klettere aufs Dach um meinen Rucksack sicher zu verstauen und lande dann neben 2 Hollaendern die gerade die 2.Woche ihrer 1Jaehrigen Reise durch Asien haben. Aufregend. Wir fahren den ganzen Tag in unserm SemiDelux Bus und kommen bei Anbruch der Dunkelheit in einem Dorf an, das wohl verschlafen hat dass der Nationalfeiertag gestern war, und sich immer noch die Koepfe wegdroehnte mit selbstgebrautem Schnaps. Also war es gar nicht so einfach eine Unterkunft zu finden- man ist halt nie in der besten Position wenns schon dunkel wird und die Leute wissen dass du nichts anderes mehr finden wirst, aber die 100rps. fuer ein echt eckelhaftes Zimmer zu 8.- Nein Danke. So lande ich mit Israelis, 2 Russen, und meinen Hollaendern in einem Zelt auf einem Dach und wir kuscheln uns ganz eng zusammen um die wenigen Studen bis zur Abfahrt um 3:30 noch zu schlafen. Die Landschaft wird in weiches Licht getaucht als die Sonne endlich aufgeht und ich kuschle mich in meine orange Yakdecke um noch etwas zu schlafen. Am Rohtangpass, dem letzten grossen Hinderniss, grasen Wildpferde in der Morgensonne, und voellig unverhofft sehe ich meine ersten 2 Yaks aus naechster naehe....YAAAAK. Kuschelig, URIG.
In Manali heissts dann ausruhen fuer die Busfahrt die um 4 Uhr weiter geht, in einem Sleeper nach Delhi. Ich beziehe also mein "Bett" ganz vorne im Bus und werde noch total lieb von SchuhputzerJungs verabschiedet (incl.Blume ;)) Der Mann im Bus neben mir reicht mir noch einen riesen Apfel als Proviant- so kann ja wohl nichts mehr schief gehen oder? Und ich muss sagen es war echt schoen so liegender Weise in den Sueden zu pressen. Fenster auf und geniessen. Nur das Rammen des Lkws auf der Fahrt hat mich a bissi irritiert- das Geraeusch war so aehnlich wie beim Coladosen zerdruecken, und wir haben nicht mal gebremst...Thats India. Heute Nacht um 00:45 geht mein Flug nach Bangkok, und ich kanns wieder einmal gar nicht glauben. Aber ich muss sagen dass ich mir den Haxn ausfreue Philipp endlich zu treffen. 10 Wochen allein sein reichen ;)
Also dann, pack die Badehose ein...endlich Wasser, schwimmen und herumflacken, sooo fein.
Ich komme wieder.
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1 Kommentar:
Lebt wohl, ihre Berge,
ihre geliebten Triften,
Ihr traurig stillen Täler,
lebet wohl!
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